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Mannheim (ots) - Die Rente macht vielen Angst. Jeden Monat geht Geld vom Lohn
weg und trotzdem bleibt am Ende oft zu wenig übrig. Wer dann noch hört, dass die
Menschen immer älter werden und immer weniger einzahlen, fragt sich: Wie soll
das später reichen? Jetzt soll ein neues Altersvorsorgedepot kommen. Mit Aktien,
ETFs und staatlichem Zuschuss - klingt nach Chance. Aber was bedeutet das
konkret? Reichen 50 Euro im Monat überhaupt? Wie viel gibt der Staat dazu? Und
woran scheitern die meisten, obwohl sie es eigentlich richtig machen wollen?
Das Gute ist: Der Staat geht erstmals klar Richtung Kapitalmarkt und fördert das
auch. Vorsorge darf kein Glücksspiel sein. Wer früh anfängt und eine klare
Struktur hat, holt aus kleinen Beträgen deutlich mehr raus. Hier erfahren Sie,
wie das neue Depot funktioniert.
Was steckt hinter dem neuen Altersvorsorgedepot?
Mit dem Altersvorsorgedepot will die Politik die private Altersvorsorge neu
aufstellen. Ab dem 1. Januar 2027 können Verbraucher ein staatlich
zertifiziertes Wertpapierdepot nutzen, in das regelmäßig eingezahlt wird. Das
Geld kann anschließend in ETFs, Fonds oder Anleihen investiert werden.
Zusätzlich beteiligt sich der Staat über Zulagen am Vermögensaufbau.
Der entscheidende Unterschied zu bisherigen Fördermodellen: Das neue Depot
öffnet sich deutlich stärker dem Kapitalmarkt. Während frühere Modelle vor allem
auf Garantien setzten, soll künftig die langfristige Rendite stärker in den
Mittelpunkt rücken.
Anders als bei der gesetzlichen Rente wird das eingezahlte Geld nicht direkt für
aktuelle Rentenzahlungen verwendet. Stattdessen baut jeder Sparer eigenes
Vermögen auf, das über viele Jahre investiert bleibt und die gesetzliche Rente
später ergänzen soll.
Warum unterscheidet sich das Depot von Riester?
Bei Riester-Produkten mussten die eingezahlten Beiträge garantiert werden.
Dadurch floss ein großer Teil des Geldes in vergleichsweise sichere Anlagen, was
die Renditechancen begrenzte. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen erwies sich
dieses Konzept für viele Verträge als Nachteil.
Beim Altersvorsorgedepot entfällt diese starre Vorgabe. Anbieter können stärker
auf Aktien setzen und so langfristig höhere Ertragschancen ermöglichen.
Gleichzeitig gilt für Standardprodukte ein Kostendeckel von maximal einem
Prozent pro Jahr.
Neu ist außerdem, dass auch Selbstständige die Förderung direkt nutzen können.
Dazu zählen unter anderem Freiberufler, Ärzte, Anwälte und Beamte.
Warum setzt der Staat auf ETFs?
ETFs spielen im neuen Altersvorsorgedepot eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen
es, mit einer einzigen Anlage in viele Unternehmen gleichzeitig zu investieren
und gelten deshalb als vergleichsweise kostengünstig und breit gestreut.
Hinter dem Kurswechsel steht vor allem die demografische Entwicklung. Immer mehr
Menschen beziehen Rente, während die Zahl der Beitragszahler sinkt. Um die
entstehende Versorgungslücke zu verringern, soll der Kapitalmarkt künftig eine
größere Rolle bei der Altersvorsorge spielen.
Reichen 50 oder 100 Euro im Monat aus?
Ob kleine Sparraten ausreichen, hängt vor allem vom Ziel ab. Für den
vollständigen Ausgleich einer Rentenlücke werden sie meist nicht genügen. Als
zusätzlicher Baustein können sie jedoch einen wichtigen Beitrag leisten.
Wer monatlich 100 Euro investiert, zahlt pro Jahr 1.200 Euro ein. Hinzu kommen
staatliche Zulagen. Auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag gibt es 50 Cent
Förderung pro Euro, für weitere Beiträge bis 1.800 Euro noch 25 Cent pro Euro.
So sind bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr möglich.
Familien können zusätzlich von Kinderzulagen von bis zu 300 Euro pro Kind
profitieren. Entscheidend bleibt jedoch die Zeit: Wer früh beginnt und
langfristig investiert, profitiert besonders stark vom Zinseszinseffekt.
Gleichzeitig sollten Sparer realistische Erwartungen haben. Kleine monatliche
Beiträge können den Vermögensaufbau anstoßen, ersetzen aber in den meisten
Fällen keine umfassende Altersvorsorge.
Diese Fehler machen viele Sparer
Beim Vermögensaufbau treten immer wieder ähnliche Fehler auf. Viele Menschen
warten zu lange auf den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt. In der Praxis
gelingt es jedoch nur selten, Marktentwicklungen zuverlässig vorherzusagen.
Deshalb ist ein früher Start meist wichtiger als perfektes Timing.
Ebenso problematisch ist es, die Auswirkungen von Kosten zu unterschätzen.
Bereits geringe Gebühren können über Jahrzehnte einen erheblichen Teil der
Rendite aufzehren. Deshalb spielt der vorgesehene Kostendeckel beim
Altersvorsorgedepot eine wichtige Rolle.
Besonders teuer wird es, wenn Anleger in Börsenkrisen verkaufen.
Kursschwankungen gehören zum Kapitalmarkt dazu. Wer in solchen Phasen aussteigt,
verpasst häufig die spätere Erholung und macht Verluste dauerhaft.
Was sollten Sie jetzt tun?
Auch wenn das Altersvorsorgedepot erst Anfang 2027 startet, müssen Verbraucher
nicht abwarten. Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, sollte diesen nicht
vorschnell kündigen. Andernfalls können staatliche Zulagen und steuerliche
Vorteile verloren gehen. Sinnvoller ist es meist, bestehende Verträge zu prüfen
und mögliche Übertragungsoptionen abzuwarten.
Wer bislang noch keine private Altersvorsorge aufgebaut hat, kann bereits heute
mit einem ETF-Sparplan beginnen. Denn beim Vermögensaufbau zählt vor allem
eines: möglichst früh anzufangen und langfristig investiert zu bleiben.
Über Tobias Vetter:
Tobias Vetter ist Finanzberater und Geschäftsführer der Vetter Group. Er
unterstützt Selbstständige, Unternehmer und GmbH-Geschäftsführer dabei, ihre
Steuerlast legal zu minimieren und ihre Finanzen strategisch zu strukturieren.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz verbindet er Vertragsgestaltung, Vorsorge und
Vermögensaufbau zu einer durchdachten Steuerstrategie. Sein Credo: "Steuern
sparen ist kein Trick - es ist eine Frage der Struktur." Weitere Informationen
unter http://www.vetter-consulting.de
Pressekontakt:
Vetter Consulting GmbH
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Tobias Vetter
E-Mail: mailto:info@vetter-consulting.de
Website: https://www.vetter-consulting.de/
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OTS: Vetter Consulting GmbH
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