|
Berlin (ots) - Impfungen, Beratung und Diagnostik machen Apotheken zu einer
starken Säule der Gesundheitsinfrastruktur
Zum Abschluss des Deutschen Apothekertags zeigt eine aktuelle repräsentative
Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland: Die Menschen in Deutschland
wollen Apotheken künftig noch stärker als niedrigschwellige
Gesundheitsdienstleister nutzen. Besonders groß ist die Bereitschaft, Impfungen
in der Apotheke durchführen zu lassen: 36,2 Prozent der Befragten können sich
dies vorstellen. 32,9 Prozent interessieren sich für die Beratung zu Impfungen,
29,6 Prozent für Blutuntersuchungen und 28,7 Prozent für die Analyse ihres
persönlichen Medikationsplans. Grundlage sind 5.000 Befragungen vom 9. bis 15.
September 2026; Mehrfachnennungen waren möglich.
"Die Ergebnisse sind ein klarer Auftrag: Die Menschen wollen ihre Apotheke nicht
nur für die Arzneimittelversorgung, sondern auch für Impfungen, Beratung und
einfache Gesundheitschecks nutzen. Genau deshalb ist die Apothekenreform so
wichtig. Sie gibt den Apotheken mehr Möglichkeiten, ihre Kompetenz dort
einzusetzen, wo sie für Patientinnen und Patienten besonders gut erreichbar ist:
vor Ort, niedrigschwellig und fachlich fundiert", sagt Dorothee Brakmann,
Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Damit bestätigen die Ergebnisse auch zentrale Ziele der Apothekenreform.
Apotheken sollen ihre wohnortnahe pharmazeutische Kompetenz künftig noch stärker
in Prävention, Beratung und weitere Gesundheitsleistungen einbringen können.
Pharma Deutschland begrüßt diesen Weg seit Beginn der Reformdebatte.
Die Umfrage zeigt zudem, dass die Erwartungen nicht auf Impfungen begrenzt sind.
Mehr als ein Viertel der Befragten kann sich individuelle Gesundheitsberatung in
der Apotheke vorstellen (25,8 Prozent). Auch eine individuelle
Ernährungsberatung stößt mit 21,1 Prozent auf Interesse. Fast jede oder jeder
Fünfte kann sich DNA-Tests etwa zu Krankheitsrisiken vorstellen (19,9 Prozent).
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Apotheken in den Augen der Kundinnen und
Kunden weit mehr sind als reine Abgabestellen für Arzneimittel. Sie verbinden
die sichere Arzneimittelversorgung mit persönlicher Beratung, Prävention und
Hilfe zur Selbsthilfe. Ihre flächendeckende Präsenz, der direkte Zugang ohne
lange Wartezeiten und die pharmazeutische Expertise machen sie zu einem
unverzichtbaren Teil der Gesundheitsinfrastruktur.
Mit der Apothekenreform wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um dieses
Potenzial stärker für die Versorgung zu nutzen. Nun kommt es auf eine zügige und
praxistaugliche Umsetzung an. Erweiterte Impfangebote, pharmazeutische
Dienstleistungen und niedrigschwellige Test- und Beratungsleistungen können dazu
beitragen, Patientinnen und Patienten früher zu erreichen, Prävention zu stärken
und zugleich Arztpraxen sowie das Gesundheitssystem zu entlasten. Pharma
Deutschland hatte in früheren Stellungnahmen genau diese Weiterentwicklung der
Apotheken zu vollwertigen Gesundheitsdienstleistern gefordert.
Die Umfrageergebnisse liefern dafür ein klares Signal: Die Nachfrage ist da. Die
Apothekenreform bietet die Chance, sie in eine bessere, wohnortnahe und
patientenorientierte Versorgung zu übersetzen.
_______________
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey
seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen
medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext
pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für
die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen
Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen
Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert
analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene
Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey
Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf
Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume
erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite
(https://www.pharmadeutschland.de/themen/gesundheitsmonitor/) .
Umfragehinweis
Die Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Civey-Umfrage unter 5.000
Personen in Deutschland, durchgeführt vom 9. bis 15. September 2026. Die Frage
lautete: "Welche der folgenden Angebote zur Gesundheitsversorgung in Ihrer
Apotheke können Sie sich vorstellen, in Anspruch zu nehmen?" Mehrfachantworten
waren möglich. Der statistische Fehler für das Gesamtergebnis liegt bei 2,5
Prozent.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
mailto:hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
mailto:gutzeit@pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
http://www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/54882/6353869
OTS: Pharma Deutschland e.V.
|