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Verden/Hannover/Oldenburg (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Verden, des Zollfahndungsamts Hannover und der Zentralen
Kriminalinspektion Oldenburg
Mehr als 1,2 Tonnen Cannabis haben Zoll und Polizei in mehrmonatigen,
grenzüberschreitenden Ermittlungen beschlagnahmt. In Folge einer engen
Zusammenarbeit mit dem polnischen Grenzschutz konnten insgesamt acht
Tatverdächtige in Polen festgenommen werden.
Die zuletzt erfolgten Festnahmen am 15.06.2026 bilden den vorläufigen Höhepunkt
der Ermittlungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift in Oldenburg,
bestehend aus Ermittlerinnen und Ermittlern des Zollfahndungsamtes Hannover und
der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg, im Auftrag der Staatsanwaltschaft
Verden und des polnischen Grenzschutzes.
Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen eine deutsch-polnische
Tätergruppierung, die im Verdacht steht, erhebliche Mengen Cannabis auf dem
Seeweg von Thailand nach Europa geschmuggelt zu haben.
Auswertungen im Rahmen der Ermittlungen in Deutschland und Polen ergaben
Hinweise, dass das Rauschgift in Seecontainern, versteckt in Tarnladungen aus
Baumaterial, über den Hamburger Hafen eingeschmuggelt werden sollte.
Zwei Beschuldigte dieser Tätergruppierung mit Wohnsitz im Landkreis Diepholz
sollen hierbei für logistische Aufgaben verantwortlich gewesen sein.
Bereits im Mai 2026 gelang es, einen verdächtigen Container zu identifizieren
und im Rahmen verdeckter Maßnahmen rund 400 Kilogramm Cannabis in Hamburg
sicherzustellen. Der Container wurde anschließend - ohne die illegale Fracht -
in enger Abstimmung zwischen den deutschen und polnischen Behörden weiter
überwacht und zu dessen Bestimmungsort transportiert. Bei der Auslieferung in
Stettin / Polen konnten am 6. Mai insgesamt vier Beschuldigte in einer
Lagerhalle festgenommen werden. Unter den Festgenommenen befand sich auch einer
der deutschen Tatverdächtigen.
Trotz dieses empfindlichen Schlags gegen die Gruppierung setzten die Hinterleute
ihre kriminellen Aktivitäten fort.
Noch im Mai 2026 konnten die Ermittler einen weiteren Seefrachtcontainer in
Hamburg mit rund 800 Kilogramm Cannabis identifizieren und den illegalen Inhalt
sicherstellen. Auch dieser Container wurde im Rahmen der gemeinsamen
Ermittlungen nach Entnahme der Drogen unter Kontrolle der deutschen und
polnischen Behörden zum Bestimmungsort nach Polen weitertransportiert. Bei der
Übernahme des Containers durch Mitglieder der Tätergruppierung am 15. Juni
erfolgten vier weitere Festnahmen in Posen / Polen.
Dr. Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamtes, dazu: "Die Sicherstellung von
über einer Tonne Cannabis mit einem Straßenverkaufswert von 12 Millionen Euro
sowie die anschließenden Festnahmen sind ein großer Erfolg der Gemeinsamen
Ermittlungsgruppe Rauschgift Oldenburg und der polnischen Partnerbehörde. Dieser
Erfolg zeigt, wie wichtig die enge internationale Zusammenarbeit bei der
Bekämpfung der Organisierten Kriminalität ist. Der Zoll beobachtet und bewertet
fortlaufend die steigenden illegalen Einfuhren von Cannabis nach und über
Deutschland und geht mit großer Intensität und Schlagkraft gegen die kriminellen
Strukturen vor. Es gilt nicht nur das Rauschgift sicherzustellen, sondern die
dahintersteckenden arbeitsteilig vorgehenden Tätergruppierungen zu zerschlagen
und die illegal gewonnenen Vermögenswerte abzuschöpfen. Die aktuellen noch
andauernden Ermittlungen sind hierfür ein gutes Beispiel "
Die weiteren Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten, Geldkreisläufen und den
Hintergründen der Schmuggelaktivitäten erfolgen von der Gemeinsamen
Ermittlungsgruppe Rauschgift in Oldenburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft
Verden.
Aus ermittlungstaktischen Gründen können die Informationen erst jetzt
veröffentlich werden.
Zusatzinformationen:
Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Im Interesse einer wirksamen Bekämpfung
der schweren Rauschgiftkriminalität - insbesondere in Erscheinungsformen der
Organisierten Kriminalität - wurde die institutionalisierte Zusammenarbeit
zwischen Polizei und Zoll durch die Einrichtung einer Gemeinsamen
Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) etabliert. Die GER ist eine aus
Polizeivollzugs- und Zollfahndungsbeamten bestehende, auf Dauer angelegte
Ermittlungs- und Einsatzorganisation.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.zoll.de
Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Verden
Pressestelle
04231/9823-413
mailto:Stver-b-pressestelle@justiz.niedersachsen.de
Zollfahndungsamt Hannover
-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit-
Tel.: 0511 / 8990 1010
Email: mailto:presse@zfah.bund.de
Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg
Pressestelle
0441/790-7065
mailto:pressestelle@zki-ol.polizei.niedersachsen.de
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